Komplexität: ****

Darwin wäre stolz

Die Evolutionsgeschichte ist faszinierend, wenn man sich vor Augen hält, welche Entwicklung verschiedenste Lebewesen im Laufe von Millionen von Jahren genommen haben. Ständig dem Anpassungsdruck ausgesetzt - denn nur die stärksten und am besten angepassten Arten überleben die Zeit. Genau dieser Art von erbarmungslosem Wettkampf setzen wir uns in Dominant Species aus. Dabei wird einem schnell klar, dass Familienspieler hier schneller gefressen und wieder ausgespuckt werden, als sie "Azul" sagen können.

Es fängt alles ganz harmlos an: Jede Spezies hat ihren eigenen Lebensraum und genügend Nahrung, doch dieses Paradies wird schnell durch die bitterböse Eiszeit gestört, die sich stetig weiter ausbreitet. Es gilt also, neue Lebensräume zu erschließen und die eigene Spezies mittels Mutationen an eben jene Biotope anzupassen. Klingt einfacher als es ist, denn hierbei muss man eine ganze Menge im Blick haben. Die Aktionsbreite ist beachtlich: man kann den Platz in der Nahrungskette verändern, Anpassungen nehmen, Ressourcen auf dem Spielplan hinzufügen oder entfernen, die Vergletscherung vorantreiben, für Nachwuchs sorgen, neue Lebensräume erforschen, in neue Gebiete wandern, kämpfen oder Dominanz werten. Diese Aktionen im Detail zu erklären, würde hier den Rahmen sprengen, aber eins sei gesagt - alles greift wunderbar ineinander, ist hoch konfrontativ und zu jeder Zeit herausfordernd. Selbstverständlich sind alle Aktionen stark begrenzt, weswegen man sich gut überlegen muss, was denn als nächstes tut. Siegpunkte gibt es auf mehrere Arten, auch durch die eigentlich zerstörerische Vergletscherung kann man, clever eingesetzt, enorm punkten und gleichzeitig seinen 

 Gegnern extrem schaden. Natürlich haben alle Spezies auch Besonderheiten wie beispielsweise Vorteile im Kampf oder eine höhere Bewegungsreichweite. Alle Vorteile passen thematisch auch wunderbar zu den einzelnen Arten. Selbstverständlich sind alle Aktionen stark begrenzt, weswegen man sich gut überlegen muss, was denn als nächstes tut. Siegpunkte gibt es auf mehrere Arten, auch durch die eigentlich zerstörerische Vergletscherung kann man, clever eingesetzt, enorm punkten und gleichzeitig seinen Gegnern extrem schaden. Natürlich haben alle Spezies auch Besonderheiten wie beispielsweise Vorteile im Kampf oder eine höhere Bewegungsreichweite. Alle Vorteile passen thematisch auch wunderbar zu den einzelnen Arten. Selbstverständlich sind alle Aktionen stark begrenzt, weswegen man sich gut überlegen muss, was denn als nächstes tut. Siegpunkte gibt es auf mehrere Arten, auch durch die eigentlich zerstörerische Vergletscherung kann man, clever eingesetzt, enorm punkten und gleichzeitig seinen Gegnern extrem schaden. Natürlich haben alle Spezies auch Besonderheiten wie beispielsweise Vorteile im Kampf oder eine höhere Bewegungsreichweite. Alle Vorteile passen thematisch auch wunderbar zu den einzelnen Arten.

Extrem interessant und begehrenswert sind die Dominanz-Karten, die man im Spiel ergattern kann. Viele davon haben mächtige Sonderaktionen, teilweise auch sehr gemeine gegenüber den Mitspielern.

Grundlegend muss man sagen, dass unter drei Stunden Spielzeit nichts geht. Dominant Species ist definitiv abendfüllend und danach werden die wenigsten Mitspieler noch großartig Lust haben, ihre Gehirnmuskeln anzustrengen. Man muss dabei aber auch sagen, dass das Spiel zwar sehr anspruchsvoll, aber man gleichzeitig immer noch fokussiert bleibt und nicht - etwa wie es bei Food Chain Magnate vorkommen kann - völlig den Faden verliert und keine sinnvolle Option mehr sieht. Nichtsdestotrotz muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass Frust dennoch vorkommen kann, denn ein haarsträubender Fehler in der Anfangsphase kann später tatsächlich die eigene Spezies an den Rande des Aussterbens bringen, das Spiel verzeiht so gut wie keine Fehler. Wer sich allerdings auf diesen harten Wettkampf einlässt, erlebt ein Spiel der absoluten Sonderklasse.

Pro:

+ grandioses Thema

+ hochkomplex und strategisch

+ wahnsinnig spannender Konkurrenzkampf

+ enorm hohe Aktionsvielfalt

+ bis zu 6 Spieler

+ sehr konfrontativ, hohe Interaktion

+ keine all zu große Downtime für so ein

   Schwergewicht

Contra:

- Fehler werden gnadenlos bestraft, das kann

  demotivieren

- Design der deutschen Ausgabe (3. Edition) 

  Geschmacksache (Karten, Spielplan)

- Dominanzüberprüfung viel Aufwand

  (Tipp: kleine Würfel dafür benutzen!)

- teuer



Wertungen

Chris: 10

Sarina: 8 

 

Klemens: 9

FAZIT:

Was soll ich sagen - Dominant Species ist großartig. Es verkörpert den Konkurrenzkampf der Arten so unfassbar gut und ist dabei hoch anspruchsvoll, dass es eine wahre Freude für Strategen ist. Ich gebe es zu, es kann etwas anstrengend werden, wenn man in der Sackgasse sitzt und nach einer Lösung grübelt, aber für mich gehört auch das hier dazu. Es ist das thematischste und beste Eurospiel, das ich bisher für mich entdeckt habe. Da muss erstmal ein Spiel dran vorbeikommen.

 

Text: Chris

 

Der Preis für das Spiel ist happig, um die 80€ muss man sicherlich hinlegen. Dafür erhält man allerdings ein Spiel der Extraklasse mit enorm gutem Material. Wir haben uns sogar das Upgrade-Kit mit schöneren Holzfiguren gegönnt, das teurer ist als das eigentliche Spiel. Ob das verrückt ist? Definitiv und für das Geld kann man sich zwei bis drei andere Spiele gönnen. Aber für mein Lieblingsspiel habe ich nicht lange überlegt, denn das Upgrade-Kit wertet das Spiel meiner Meinung nach merklich auf.