Komplexität: ***

Klein, aber fein.

"Hey, das sieht ja aus wie Terra Mystica!"

"Ja, spielt sich auch so."

"Echt? Genauso gut?"

"Genauso gut. Vielleicht sogar besser."

"Du verarschst mich doch."

"Nö, wart's ab."

 

Die Parallelen zum Brettspiel-Hit Terra Mystica sind nicht zu übersehen, mit dem Unterschied, dass Clans of Caledonia schöner aussieht. Es hat weniger Kniffe um das Spiel auf dem Spielplan, aber dafür spielt es sich unserer Meinung nach einen Tick flüssiger.

Neben dem eigentlichen (variablen!) Spielplan gibt es noch das Tableau mit diversen Aufträgen zum Handeln, hinzu kommt das wirklich gut gemachte Markttableau, auf dem Waren eingekauft bzw. verkauft werden können. Durch Angebot und Nachfrage verändern sich die Warenpreise. Sehr schön umgesetzt!

Man baut also Gebäude, setzt Wald- oder Bergarbeiter in passendes Terrain, produziert Rohstoffe und verkauft diese wieder. All das ist irgendwie superteuer, weswegen man sich hin und wieder etwas einfallen lassen muss.

Sei es der Verkauf von gerade "heißen" Waren, die ordentlich Asche geben, oder das geschickte Einsetzen des Nachbarschaftsbonus. Mit diesem lässt sich nämlich wesentlich günstiger einkaufen, natürlich verändert man dadurch die Preise für die anderen trotzdem.

Welche Gebäude man wann wo baut, optimalerweise noch so, dass man am Ende die meisten Siedlungen hat, schwirrt einem ständig im Kopf. Es lässt sich eine stabile Wirtschaft aufbauen, hinzu kommen noch die Vorteile der jeweiligen Clans.

Pro:                                            Contra:

+ schönes Spielmaterial                                               - im Grunde spielerisch nichts Neues

+ variabler Spielaufbau                                                - thematisch nur "okay"

+ gutes, flüssiges Spielgefühl                                      

+ bekannte, aber sehr gute Spielmechanik

+ asynchrone Clans bringen Würze ins Spiel           - teilweise dadurch aber ein roter Faden im eigenen

                                                                                          Spiel vorgegeben

FAZIT:

Der schottische Whisky-Käse schmeckt und das sogar richtig gut. Für Klemens und Chris sogar einen Tick besser als Terra Mystica, Sarina tendiert leicht zum Fantasy-Vorbild. Nichts an diesem Spiel ist wirklich sonderlich originell, im ersten Moment wirkt es sogar ziemlich ausgelutscht, aber man ist unheimlich schnell im Spiel und der Spielfluss stimmt. Alle Gefährten sind sich einig:

Clans of Caledonia spielt sich prima, sieht gut aus und macht einfach Spaß. Für uns ein Überraschungshit.

 

Text: Chris

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