Komplexität: **

Noch ein Zug, dann wäre ich auch fertig

Man darf sie nicht vernächlässigen - die einsteiger- und zeitfreundlichen Spiele, die man immer wieder mal einschieben kann. Splendor hat schon lange einen Platz in unserem Schrank und kommt immer wieder mal auf den Tisch, was seine Gründe hat.

Das Spiel ist super schnell erklärt und aufgebaut, die Spielzeit beträgt um die 20 Minuten. In seinem Zug nimmt man sich entweder drei unterschiedliche Edelstein-Chips, zwei gleiche oder reserviert sich eine Karte aus der Auslage und erhält zusätzlich einen Joker-Chip dazu. Alternativ kann man auch eine Karte kaufen, indem man die erforderlichen Edelsteine bezahlt. Der Clou bei dem Ganzen ist, dass aufgedruckte Edelsteine der bereits gekauften Karten die Kosten reduzieren, also sammelt man erstmal fleißig billige Karten.

Irgendwann konzentriert man sich dann auf die Karten weiter oben, die zwar mehr kosten, aber eben auch Siegpunkte ergeben. Hinzu kommen drei offen ausliegende Aufträge, die jeweils nur einmal erfüllt werden können. Bei 15 Siegpunkten ist Schluss, was sich nicht selten am Ende als sehr spannend herausstellt.

Splendor machte eigentlich jedem Mitspieler bisher Spaß, es ist einfach ein durchweg gelungenes Spiel. Mehrere Partien hintereinander müssen zwar nicht sein, aber dafür gibt es ja noch genügend andere Alternativen.

 

Pro:

+ wundervolle Spielchips

+ einfache Regeln

+ grundsolide Spielmechanik

+ fast immer knappes Endergebnis

 

Contra:

- kaum wirklich wichtige Entscheidungen

- recht solitär

- aufgesetztes Thema


FAZIT:

Für uns ein rundum gelungenes Einstiegs- oder Absackerspiel. Kurze Spielzeit, schnell begriffen, schönes Spielmaterial und angenehme Spieltiefe. Das Finish ist spannend, da meist knapp, davor sind die wenigsten Züge wirklich von Brisanz. Daher kein Highlight, aber durchaus empfehlenswert.

 

Text: Chris